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Economic Mission of Israel in Germany
Israel Communications - Sector Overview 2008
Economic and Financal Report July 2007
Israel's Economic Results for 2006 (English)
Israels Volkswirtschaftliche Entwicklung 2006
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Israels Volkswirtschaftliche Entwicklung 2006

 

 

Israels volkswirtschaftliche Entwicklung 2006

 

Trotz des Krieges in Libanon im letzten Sommer und den damit verbundenen Auswirkungen auf Militärausgaben, Tourismus und Handel, hat sich die israelische Wirtschaft überraschend robust gezeigt.

 

Selbst nach Abzug eines geschätzten, durch den Krieg verursachten Verlusts von 0,3% des BIP, ist die israelische Volkswirtschaft 2006 um voraussichtlich 5% gewachsen. Das Wachstum wird diesmal stärker von der Industrieproduktion bestimmt, dessen positive Veränderungsrate 2% höher liegt als die der Konsumgüterproduktion.

 

Die negativen ökonomischen Auswirkungen des Libanonkrieges waren am größten für den Tourismus, der einen Rückgang von 25% für 2006 verzeichnete (darunter ein Minus von 46% an Übernachtungen von Juni bis August)

 

Das Pro-Kopf-Volkseinkommen stieg um mehr als 3%, während sich der Lebensstandard um 2.8% erhöhte. Der Inlandskonsum wuchs um 4.6%.

 

Israel beendet das Jahr 2006 mit einem Bilanzüberschuss von 3,0 Milliarden Euro, trotz eines kriegsbedingten Anstiegs der Verteidigungsausgaben um 5,7%.

 

2006 ist das erste Jahr in der Geschichte des Landes, in dem die Exporte die Importe übertrafen. Unter den bemerkenswerten Exportsegmenten finden sich die Life Sciences mit einem Exportanstieg von 35% auf 3,55 Milliarden Euro. 63% der medizinischen Geräte, die von Israel exportiert werden, gehen nach Nordamerika – andere wichtige Märkte umfassen Europa und nahezu alle arabischen Länder. Die Exporte der Pharma-industrie, angeführt von Teva Pharmaceutical Industries Ltd., haben sich seit 2004 fast verdreifacht.

 

Das Defizit des öffentlichen Sektors war 2006 nur halb so groß wie noch 2005, trotz der hohen Kosten des Libanonkrieges und der kriegsbedingten Entschädigungen und Hilfeleistungen, die von der Regierung den heimischen Produzenten gewährt wurden (Unterstützung für Unternehmen stieg um 41%, um kriegsbedingte Verluste zu kompensieren). Das Defizit erreichte eine Höhe von 1,2% des GDP (€ 1,32 Milliarden) im Jahr 2006, gegenüber 2,4% (€ 2.53 Milliarden) 2005. Die Reduzierung des Defizits liegt hauptsächlich in den um 8,7% gestiegenen Einnahmen begründet.

 

 

Akquisitionen und Investitionen

 

Die ausländischen Investitionen erreichten in 2006 mit 18,3 Milliarden Euro ein neues Rekord-Hoch. Das entspricht 240% des Vorjahres. Ausländische Direktinvestitionen summierten sich auf 10,3 Milliarden Euro, darunter eine Investition von 1,2 Milliarden Euro in Immobilien / Apartments. Ein Artikel der New York Times von Ende Dezember 2006 beschreibt Israel als ein aufsteigenden Immobilienmarkt

 

 

Ein gutes Beispiel für Direktinvestitionen ist die Eröffnung eines F&E Zentrums durch den US-amerikanischen Test- und Messgiganten, Agilent (hervorgegangen aus HP mit einem Umsatz von ca. 4,3 Milliarden Euro in 2005). Patrick J. Byrne, Geschäftsführer der Firma, sagte dazu: Die Firma plant einen kontinuierlichen Anstieg seiner Investitionen in Israel, u.a. auch Investitionen in israelische Forschungseinrichtungen. 

 

Weiterhin wurden einige bedeutende Einkäufe und Investitionen von ausländischen Unternehmen in Israel getätigt. Einige der jüngsten Transaktionen beinhalten.

 

-          Warren Buffet kaufte 80% von Iscar Metalworking Companies (IMC), führend im Bereich der Metallschneidegeräte, für 3,1 Mrd. Euro. Der Kauf ist die größte Investition von Buffet außerhalb der USA und die drittgrößte von Berkshire.

-          Der Computergigant Hewlett-Packard akquiriert Mercury Interactive Corporation, einen Produzenten von Software für Systemoptimierung, für 3,5 Mrd. Euro

-          AOL akquirierte Relegence (Anbieter von Nachrichten aus der Finanzwelt und Info Suchtechnologie) für geschätzte 40-80 Millionen Euro.

-          Lucent kaufte das Jungunternehmen aus Haifa, Mobiltec (Anbieter von Content Management Software für drahtlose Dienste) für 58 Millionen Euro. Dieser Kauf ist die vierte Investition von Lucent in israelische Firmen

-          NDS, eine amerikanische Firma mit Schwerpunkt sichere Kommunikation, kaufte die israelische Firma Jungo aus Netanja für 82 Mio. Euro (Dezember)

-          Microsoft kaufte das Jungunternehmen Gteko für ungefähre 80-100 Mio. Euro. Die Firma ist der sechste Einkauf von Microsoft in Israel, das ebenfalls ein F&E Zentrum in Haifa unterhält.

-          NeuStar, eine amerikanische Telekommunikationsfirma, akquirierte Followap aus Haifa, für 107 Millionen Euro.

-          Johnson & Johnson übernahm Colbar (Eigentümer von geschützten Technologien im Bereich der rekonstruktiven Medizin und Zellenherstellung) für 122 Mio Euro.

-          Das amerikanische Unternehmen Network Appliances (Datenarchivierung) kaufte Topio, spezialisiert auf Datenwiederherstellung, für 125 Mio. Euro.

-          Kyphon, ein Medizintechnik-Unternehmen aus den USA, kaufte Disc-O-Tech’s Aktiva im Bereich der Wirbelsäulenmedizin, einschließlich der technologischen Patente und des entsprechenden geistigen Eigentums für 170 Mio. Euro

-          Am 30. Juli 2006 übernahm SanDisk, der weltgrößte Hersteller von Flash-Memory Datensicherungsprodukten, die israelische Firma MSystems, Hersteller von Disk-on-key-Produkten für 1,2 Milliarden Euro

 

Ausländische Investitionen von Israelis haben 2006 ebenfalls eine Rekordhöhe von 2,2 Mrd. Euro erreicht, 20% mehr als 2005.

 

Im November 2006 hat NASDAQ den Israelischen Equity Index eingeführt. Der Index umfasst 73 Israelische Unternehmen mit einer gemeinsamen Marktkapitalisierung von 40 Milliarden Euro. Die Vereinigten Staaten sind derzeit das einzige Land mit mehr NASDAQ-Notierungen als Israel. Laut dem NASDAQ Vizepräsidenten haben die Unternehmen in diesem Index eine gewichtige Rolle für Israels zunehmenden Einfluss in Schlüsselsektoren der Weltwirtschaft gespielt. 

 

Auslandsinvestitionen in israelische Aktien, die an internationalen Börsen gehandelt werden, erreichten zwischen Januar und November 2006 eine Höhe von 6,5 Mrd. Euro und bestanden hauptsächlich aus Aktien im High-Tech Bereich. Auslandsinvestitionen in israelische Aktien, die an der israelischen Börse TASE gehandelt werden, summierten sich im selben Zeitraum auf 156 Mio. Euro, während ausländische Investitionen in Staatsanleihen 770 Mio. Euro  erreichten, doppelt so viel wie im Jahr zuvor.

 

Ausblick und derzeitige Situation

 

Im Dezember 2006 hat Fitch Ratings die Wertung für Israels Issuer Default Ratings (IDR) von Stabil auf Positiv angehoben. Richard Fox, Chef des Sovereign Ratings für den Nahen Osten und Afrika, sagte dazu, dass der positive Ausblick die gewachsene Dynamik und Widerstandskraft der israelischen Wirtschaft nach den Reformen der letzten Jahre wieder spiegelt, die sich u.a. auch in dem begrenzten ökonomischen Einfluss des Libanonkrieges sowie dem folgenden Aufschwung zeigen würden.

 

Ein Artikel vom The Economist vom 13. Dezember 2006 listet Israel unter den Top 5 der aufsteigenden Märkte und bezeichnet es als die am schnellsten wachsende Volkswirtschaft außerhalb von Asien. Israel, das von 1980-84 noch an 48. Stelle der größten Volkswirtschaften rangierte, machte 12 Plätze auf den jetzt 36. gut (2001-2005). The Economist beurteilt die Volkswirtschaften auf der Grundlage ihres fünfjährigen BIP-Durchschnitts.

 

Auch die Weltbank platzierte Israel in diesem Jahr auf den 5. Platz in Sachen Investorenschutz. Israel ist somit das Land im Nahen Osten und in Afrika, mit dem man am leichtesten Geschäftsbeziehungen unterhalten kann. Israel bleibt damit im aktuellen Bericht der Weltbank auf Platz 26 von 175 für sein Wirtschaftsumfeld und platziert sich an 7. Stelle für inländische Kreditvergabe, an 13. Stelle für grenzüberschreitenden Handel und an 15. Stelle für seine Bedingungen zur Unternehmensgründung.

 

 

Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen Israel und Deutschland

 

Obwohl sich an der Gesamthandelsbilanz mit Europa kaum etwas geändert hat, hat sich die bilaterale Handelsbilanz mit Deutschland in den ersten elf Monaten verbessert. Importe sind im Vergleich zum selben Zeitraum für 2005 um 9,4% auf insgesamt 2,48 Milliarden Euro gestiegen, während die Exporte um 18,9% auf 1,35 Milliarden Euro zunahmen. Der deutsche Anteil am Gesamtimport lag in den ersten drei Quartalen 2006 bei 6,8%. Damit hat sich die deutsche Marktposition etwas verbessert. Im Gesamtjahr 2005 lag der deutsche Anteil an den Warenbezügen bei 6,6%.

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